Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes
112 Min. | FSK 12
Die Dokumentation "Kein Land für Niemand" begleitet eine Rettungsmission im Mittelmeer, zeigt die katastrophalen Zustände in Lagern für Geflüchtete und gibt Menschen eine Stimme, die den lebensgefährlichen Weg nach Europa überlebt haben. Gleichzeitig blickt der Film auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland: Ein erstarkender Rechtspopulismus prägt den Diskurs. Flucht und Migration werden zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät unter Druck.
Um Migration geht es, um die „Festung Europa“, die gerade im Mittelmeer ausgebaut wird und zu furchtbaren Bildern führt, die auch in Deutschland gerne ausgeblendet werden. Doch können offene Grenzen wirklich die Lösung sein? Die Dokumentation versucht, Antworten zu geben. Im Mittelmeer sterben immer noch Menschen beim Versuch, mit oft kaum seefähigen Booten nach Europa zu kommen, um im oft fälschlicherweise als gelobtem Land empfundene reichen Westen, ihr Glück zu suchen.
Die eine Seite betrachtet sie als hilfsbedürftige Asylsuchende, die vor Kriegen und Diktatoren, Folter und Armut fliehen, die anderen sehen sie als Schmarotzer, die die europäischen Sozialsysteme überlasten und nur für Probleme sorgen. Im Dialog mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Publizist*innen wird der brutale Status quo und die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte kritisch beleuchtet.